Gutachten zur Vornamens- und Personenstandsänderung nach dem Transsexuellengesetz (TSG)

Das Prozedere

Zur amtlichen Änderung des Vornamens und/ oder des Personenstands transidenter Menschen  werden zwei Gutachen benötigt. Der Antrag zur Änderung wird entsprechend der Meldeanschrift beim zuständigen Gericht gestellt – in Berlin beim Amtsgericht Schöneberg. Es können dabei zwei Wunsch-Gutachter*innen benannt werden. Das Gericht kann den Wünschen entsprechen (muss es aber nicht).

Wenn das Gericht deinem Wunsch entspricht (und Du mich vorgeschlagen hast), gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ich werde vom Gericht beauftagt und Du streckst die Kosten vor und Du bekommst ggf. einen Restbetrag nach der richterlichen Anhörung rückerstattet. Oder Du gibst beim Gericht an, dass Du mich selbst beauftragen möchtest und tust dies nach der Zustimmung der zuständigen Richterin. Bei geringem Einkommen kann gleichzeitig auch  Prozesskostenhilfe  beantragt werden, dann übernimmt das Gericht die Kosten für das Verfahren. Ansonsten sind die Kosten für die Gutachten und das Verfahren selbst zu tragen.

Kontaktiere mich gern, bevor Du den Antrag stellst um zu klären, ob ich zeitnah Kapazitäten habe. In der Regel erstelle ich das Gutachten dann innerhalb von 2 Wochen nach Auftragsvergabe und persönlichem Gespräch. Falls Du weitere Fragen hast oder ein kurzes Telefonat zum Kennenlernen wünschst, hinterlass mir gern eine Nachricht, ich rufe dann zurück.

Für richterliche Entscheidungen über die Änderung des Vornamens und die Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit von Personen, die sich auf Grund ihrer transsexuellen Prägung nicht mehr dem in ihrem Geburtseintrag angegebenen, sondern dem anderen Geschlecht als zugehörig empfinden, ist in Berlin ausschließlich das Amtsgericht Schöneberg zuständig. Die Zuständigkeit des Amtsgerichts Schöneberg erstreckt sich auch auf Anträge von Deutschen, die im Ausland leben und in der Bundesrepublik Deutschland weder einen Wohnsitz haben noch sich hier aufhalten.Dem schriftlichen Antrag sind beizufügen:

  1. eine Bescheinigung des Landeseinwohneramtes aus dem öffentlichen Melderegister, aus der hervorgeht, dass die Antragstellerin/der Antragsteller ihren/seinen Hauptwohnsitz in Berlin hat (falls es sich nicht um einen ausländischen Wohnsitz handelt) und sie/er die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt,
  2. eine Kopie der Geburtsurkunde.

(https://www.berlin.de/gerichte/amtsgericht-schoeneberg/das-gericht/zustaendigkeiten/artikel.396735.php. letzter Zugriff: 23.09.2020)

Mein Backround

Ich gebe seit vielen Jahren Fortbildungen zu sexueller und geschlechtlicher Identität – in den letzten Jahren  u.a. für die Fachstelle Queere Bildung, die Freie Universität Berlin und die Humbold Universität Berlin. Insbesondern im Bereich Transgeschlechtlichkeit verfüge ich über weitreichendes Wissen. Auf der Seite der Bundeszentrale Politische Bildung ist ein online Dossier von mir zur Situation von Trans*Kindern und Jugendlichen veröffentlicht (link). Menschen, die von Ausgrenzungen und Pathologisierungen betroffen sind, haben dadurch oft zusätzlichen Stress und psychische Probleme. Innerhalb meiner psychotherapeutischen Arbeit möchte ich Menschen einen diskriminierungs-sensiblen Rahmen anbieten, um an individuellen Themen zu arbeiten. LSBT*I* welcome!