Gutachten

zur Vornamens- und Personenstandsänderung nach dem Transsexuellengesetz (TSG)

Das Prozedere

Das TSG regelt die amtliche Änderung des Vornamens und/oder des Personenstands (VÄ/PÄ) transidenter Menschen. Für nicht-binäre Personen, die nicht intergeschlechtlich sind, ist die Streichung des Geschlechtseintrags bzw. eine Änderung zu “divers” seit 2020 nach TSG möglich (vgl. BGH XII ZB 383/19). Es werden zwei Gutachen benötigt.

Der Antrag zur Änderung wird entsprechend der Meldeanschrift beim zuständigen Gericht gestellt – in Berlin beim Amtsgericht Schöneberg. Bei geringem Einkommen kann mit dem Antrag  auch gleichzeitig Prozesskostenhilfe  beantragt werden. Dann übernimmt das Gericht ggf. die Kosten für das Verfahren. Ansonsten sind die Kosten für die Gutachten und das Verfahren selbst zu tragen. (Du wirst dann aufgefordert, die Kosten für das Verfahren und die Gutachten ans Gericht vorzustrecken. Den Restbetrag bekommst Du ggf. rückerstattet.)

Es können zwei Wunsch-Gutachter*innen benannt werden. Das Gericht kann den Wünschen entsprechen (muss es aber nicht). Wenn das Gericht Deinem Wunsch entspricht (und Du mich vorgeschlagen hast), beauftragt es mich. Du kannst in Deinem Antrag auch gleichzeitig angeben, dass Du mich selbst beauftragen möchtest, was das Verfahren u. U. etwas beschleunigt. Bereits vorhandene Gutachten können auch mit dem Antrag eingereicht werden und eine Anerkennung dieser beantragt werden.

Kontaktiere mich gern, bevor Du den Antrag stellst, um zu klären, ob ich zeitnah Kapazitäten habe. In der Regel erstelle ich das Gutachten innerhalb von 2 Wochen nach Auftragsvergabe und persönlichem Gespräch. Falls Du weitere Fragen hast oder ein kurzes Telefonat zum Kennenlernen wünschst, hinterlass mir gern eine Nachricht mit Deiner Tel. und Erreichbarkeit, ich rufe dann zurück.

“Für richterliche Entscheidungen über die Änderung des Vornamens und die Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit von Personen, die sich auf Grund ihrer transsexuellen Prägung nicht mehr dem in ihrem Geburtseintrag angegebenen, sondern dem anderen Geschlecht als zugehörig empfinden, ist in Berlin ausschließlich das Amtsgericht Schöneberg zuständig. Die Zuständigkeit des Amtsgerichts Schöneberg erstreckt sich auch auf Anträge von Deutschen, die im Ausland leben und in der Bundesrepublik Deutschland weder einen Wohnsitz haben noch sich hier aufhalten.Dem schriftlichen Antrag sind beizufügen:

  1. eine Bescheinigung des Landeseinwohneramtes aus dem öffentlichen Melderegister, aus der hervorgeht, dass die Antragstellerin/der Antragsteller ihren/seinen Hauptwohnsitz in Berlin hat (falls es sich nicht um einen ausländischen Wohnsitz handelt) und sie/er die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt,
  2. eine Kopie der Geburtsurkunde.”

(https://www.berlin.de/gerichte/amtsgericht-schoeneberg/das-gericht/zustaendigkeiten/artikel.396735.php. letzter Zugriff: 09.06.2021)

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Mein Backround

Ich gebe seit vielen Jahren Fortbildungen zu sexueller und geschlechtlicher Identität – in den letzten Jahren  u.a. für die Fachstelle Queere Bildung, die Freie Universität Berlin und die Humbold Universität Berlin. Insbesondern im Bereich Transidentität verfüge ich über weitreichendes Wissen. Auf der Seite der Bundeszentrale Politische Bildung ist ein online Dossier von mir zur Situation von Trans*Kindern und Jugendlichen veröffentlicht (link).

Menschen, die von Ausgrenzungen und Pathologisierungen betroffen sind, haben dadurch oft zusätzlichen Stress und psychische Probleme. Innerhalb meiner psychotherapeutischen Arbeit möchte ich Menschen einen diskriminierungs-sensiblen Rahmen anbieten, um an individuellen Themen zu arbeiten. LSBT*I*Q+ welcome!

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